Nach den unsterblichen Helden im Comic und der Rückbesinnung auf die Vergänglichkeit aus weltgeschichtlicher und bildkünstlerischer Perspektive, beschäftigten wir uns am Freitagabend mit Tod und Sterben in der Literatur. Dazu referierten zwei Literaturwissenschaftlerinnen durchaus lebhaft und anregend:
Zunächst sprach Doreen Franz über Erich Kästner und den Tod, wobei neben seinen persönlichen Erfahrungen vor allem das letzte Kapitel im Leben und Werk des Autors im Mittelpunkt stand. Erich Kästner verlor nicht nur zahlreiche Wegbegleiter und enge Freunde, sondern beschäftigte sich auch in seinen Werken immer wieder mit dem Lebensende.
Um das Wie des Sterbens ging es im zweiten Vortrag von Dr. Jasmin Grande: So war das Sterben einst ein sehr aktiver Prozess und die ars moriendi (Kunst des Sterbens) ist einer der großen Topoi der Weltliteratur. Von Else Lasker-Schüler und dem Tod des lieben Gottes bis zu Thomas Bernhard, bei dem der Sterbeprozess in das Wiedererwachen mündet, stellte sie anhand einzelner Texte verschiedene Aspekte des unvermeidlichen Vorgangs und den Wandel des Darüber-Schreibens im letzten Jahrhundert vor.
Schließlich eröffnete Doreen Franz als Kuratorin die neue Kabinettausstellung des Erich Kästner Museums "Vom letzten Kapitel - Erich Kästner und der Tod", in der neben dem direkten Bezug zum Autor auch vielseitige Inhalte zur Thematik allgemein geboten werden. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, gewissermaßen als Pioniere die Schubladen der neu bestückten Ausstellungsmodule zu erkunden. So endete ein alles andere als morbider Abend bei Wein und guter Lektüre, denn, um es mit dem Untertitel einer bekannten US-Serie zu sagen, "Gestorben wird immer".
Saturday, 22 February 2014
Friday, 21 February 2014
Festivaleröffnung am Abend
Am Abend feierten wir den offiziellen Festivalbeginn mit einer Buchpremiere und einer Ausstellungseröffnung im Literaturhaus.
Die Autorin Nina Jäckle hatte ihren druckfrischen Roman "Der lange Atem" im Gepäck und nahm die Zuhörer mit nach Japan im Jahr 2013. In eindringlich-eindrücklicher Sprache malte sie die Nachwirkungen der Tsunamikatastrophe vor Augen und schilderte aus der Innensicht ihres Protagonisten vor allem die Bedeutung für das Leben der Hinterbliebenen, welches auch im wahrsten Wortsinne ein Leben mit dem Tod ist.
Damit, wie wir die Zeit, die uns gegeben ist, nutzen, verbringen oder verstreichen lassen oder was das überhaupt bedeutet, "Zeit", hat sich die Künstlerin Ju Sobing beschäftigt. In den kommenden Wochen können alle Besucher des Literaturhauses an ihren Überlegungen und Antworten teilhaben und sich beim Betrachten der Ausstellung "Auf die Spur der Zeit" machen.
Durch den Abend führte Andrea O'Brien, Geschäftsführerin des Fördervereins Erich Kästnermuseum / Dresdner Literaturbüro e.V. Den ersten Festivaltag beschlossen wir mit einem Sektempfang und munterem Austausch über nachdenkenswerte Fragen.
Die Autorin Nina Jäckle hatte ihren druckfrischen Roman "Der lange Atem" im Gepäck und nahm die Zuhörer mit nach Japan im Jahr 2013. In eindringlich-eindrücklicher Sprache malte sie die Nachwirkungen der Tsunamikatastrophe vor Augen und schilderte aus der Innensicht ihres Protagonisten vor allem die Bedeutung für das Leben der Hinterbliebenen, welches auch im wahrsten Wortsinne ein Leben mit dem Tod ist.
Damit, wie wir die Zeit, die uns gegeben ist, nutzen, verbringen oder verstreichen lassen oder was das überhaupt bedeutet, "Zeit", hat sich die Künstlerin Ju Sobing beschäftigt. In den kommenden Wochen können alle Besucher des Literaturhauses an ihren Überlegungen und Antworten teilhaben und sich beim Betrachten der Ausstellung "Auf die Spur der Zeit" machen.
Durch den Abend führte Andrea O'Brien, Geschäftsführerin des Fördervereins Erich Kästnermuseum / Dresdner Literaturbüro e.V. Den ersten Festivaltag beschlossen wir mit einem Sektempfang und munterem Austausch über nachdenkenswerte Fragen.
Festivalauftakt mit unsterblichen Helden
Mit einer interaktiven Veranstaltung starteten wir gestern in das Museumsfestival 2014: Acht Schülerinnen und Schüler hatten sich bei uns im Haus eingefunden, um mit Museumsleiter und Künstler Ruairí O'Brien in fiktive Welten einzutauchen.
Beim Comic-Workshop ging es nach einer kurzen Einführung darum, den selbst erfundenen Helden zu entwickeln und dann in Bildern eines seiner Abenteuer zu erzählen. Alle waren begeistert und konzentriert bei der Sache und so entstanden fantastische Geschichten, die wir anschließend gemeinsam entschlüsselten...
Beim Comic-Workshop ging es nach einer kurzen Einführung darum, den selbst erfundenen Helden zu entwickeln und dann in Bildern eines seiner Abenteuer zu erzählen. Alle waren begeistert und konzentriert bei der Sache und so entstanden fantastische Geschichten, die wir anschließend gemeinsam entschlüsselten...
Wednesday, 5 February 2014
11. Erich Kästner Museumsfestival 2014
"Lebenszyklen - Vom Gehen und Bleiben"
20. - 24. Februar 2014
Erich Kästners Todestag jährt sich 2014 bereits zum 40. Mal. Das diesjährige Museumsfestival widmet sich daher dem Werden und Vergehen des Menschen und der Frage, was am Ende von uns bleibt. Der Übergang zwischen Leben und Tod hat die Menschen seit jeher fasziniert und beschäftigt. Ihre Hoffnungen und Ängste finden sich im Symbol der Pyramide wieder. Waren diese imposanten Bauwerke doch als Wartesäle vor der Wiedergeburt geschaffen worden, um einem toten König den Weg ins Jenseits zu bereiten. Anfang und Ende der menschlichen Existenz waren und sind ganz besondere Lebensstationen, bis heute mit vielfältigen mythischen Vorstellungen behaftet.
Museumsleiter Ruairí O’Brien bietet einen Comic-Workshop rund um „Unsterbliche Helden“ an, Theo Richtsteiger lädt zum literarisch-kabarettistischen Stadtspaziergang auf den Spuren Erich Kästners ein, Mike Zaka Sommerfeldt und Philipp Riedel gestalten Kästners Geburtstagsprogramm literarisch-musikalisch zum Thema „Verlust und Wiederfinden“.
Die Autorin Nina Jäckle stellt ihr druckfrisches Buch „Der lange Atem“ vor, berührende lyrische Prosa die am Beispiel der Tsunami-Katastrophe von Fukushima um die Themen Vergänglichkeit, entstandene Leerstellen – und Hoffnung kreist. Im Anschluss lädt Ju Sobing, bildende Künstlerin und Autorin aus Radebeul, zum Besuch ihrer Ausstellung „Auf der Spur der Zeit“ ein.
Mit ihrem Impulsreferat eröffnet die Historikerin Doreen Franz unsere neue Kabinettausstellung „Vom letzten Kapitel – Erich Kästner und der Tod“, danach trägt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Jasmin Grande unter dem Titel „Mehr Licht: Sterbeprozesse in der Literatur“ vor. Wolfgang Hädecke beschließt den 115. Geburtstag Erich Kästners mit einer sachkundigen Würdigung von dessen lyrischem Werk.
Weiter geht es am Folgetag im Universitätsklinikum mit der Ehrung eines anderen weltberühmten sächsischen Jubilars: die Plakatausstellung „Jedermanns Lieblingsschurke“ zeigt Höhepunkte aus dem facettenreichen Werk des Schauspielers, Pantomimen und Kästner-Rezitators Gert Fröbe.
Festivalprogramm:
20.02. 11 - 14 Uhr
Comic-Workshop "Unsterbliche Helden" mit Museumsleiter Ruairí O'Brien. Für Schülerinnen und Schüler der 6. - 8. Klassen, die gerne Geschichten erfinden und grafisch umsetzen.
Anmeldungen in der Geschäftsstelle unter Tel. 8045086 oder info@erich-kaestner-museum.de
Teilnahmegebühr: 3 €
20.02. 19 Uhr
Buchpremiere Nina Jäckle "Der lange Atem": Ein japanischer Phantombildzeichner zeichnet die Gesichter der Tsunami-Opfer ohne ihre Verletzungen, um den Hinterbliebenen die Identifizierung erträglicher zu machen. Stille Poesie über Unerbittlichkeit und Verschwinden, über Leerstellen - und Hoffnung.
Im Anschluss Eröffnung der bildkünstlerischen Ausstellung "Auf der Spur der Zeit" von Ju Sobing: Kunst ist immer Suche nach dem, was das Wesentliche des Lebens ist.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3 €, einschließlich Sektempfang
21.02. 19 Uhr
Vortrag I: Die Dresdner Historikerin Doreen Franz hält das Impulsreferat "Vom letzten Kapitel - Erich Kästner und der Tod", Einweihung der gleichamigen Ausstellung.
Vortrag II: "Mehr Licht: Sterbeprozesse in der Literatur", ein Diskurs über die literarische Perspektive auf den Prozess des Sterbens, vorgetragen anhand ausgewählter Textbeispiele von Dr. Jasmin Grande, Heinrich Heine Universität Düsseldorf.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3 €
22.02. 14 Uhr
Literarisch-kabarettistischer Stadtspaziergang mit Theo Richtsteiger auf den Spuren Erich Kästners durch die Dresdner Neustadt.
Teilnahmegebühr: 8 €
22.02. 17 Uhr
Runder Tisch "Kästner-Viertel" im Literaturhaus Villa Augustin. Ein Apéro-Treff für Kästner begeisterte und kulturinteressierte Gastronomen, Hoteliers, Einzelhändler und Investoren der inneren und äußeren Neustadt, die dem Kiez ein weltoffenes Kästner-Gesicht geben wollen.
23.02. 11 Uhr
Geburtstagsprogramm mit Mike Zaka Sommerfeldt alias Professor Th. Saurus, der Kästner-Texte über den Verlust der Liebe und das Wiederfinden der Kindheit vorträgt, und Philipp Riedel, der selbst vertonte Kästner-Lieder am Flügel präsentiert.
Eintritt: 8 € / ermäßigt 5 €
23.02. 19 Uhr
Zum 115. Geburtstag: Der Dresdner Autor Wolfgang Hädecke präsentiert Lyrik Erich Kästners vorlesend und deutend nach thematischen Schwerpunkten.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3 €
24.02. 15 Uhr
Das Erich Kästner Museum zu Gast beim Universitätsklinikum Carl Gustav Carus: Eröffnung der Plakatausstellung "Gert Fröbe - Jedermanns Lieblingsschurke" mit literarischer Laudatio von Theo Richtsteiger.
Öffentliche Veranstaltung im Universitätsklinikum, Haus 62, Schubertstraße 18.
Eintritt frei.
Saturday, 23 February 2013
Erich Kästner Museumsfestival 2013 - "VON BASKE BIS ZYLINDER"
10. Erich Kästner Museumsfestival
„Von Baske bis Zylinder“
Das Thema dieses Jahr lautet: „Von Baske bis Zylinder“, anspielend auf die zahlreichen Hüte des Dresdner Dichters, Autors und Journalisten, der nie ohne ausging.
Das Jahr 2013 hat die EU zum "Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger" ausgerufen. Europa kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück-schauen. Sie war geprägt von Visionen und Desillusionierung, Fortschritten und Brüchen, Phasen der Annäherung und Distanzierung. Mitten in der aktuellen europäischen Krise nehmen wir das Jahr 2013 mit seiner doppelten Jubiläums-funktion – 1813: Völkerschlacht bei Leipzig; 1913 – Europa am Vorabend des Ersten Weltkrieges – zum Anlass, auf die Geschichte der Europäischen Inte-gration zurückzuschauen.
Erich Kästner war ein Bürger Europas. Er wandte sich bis ins hohe Alter gegen Krieg, Aufrüstung und Eroberung, setzte sich stattdessen auf vielfältige Weise für Annäherung und Austausch ein – nicht nur, aber immer auch im Bereich der Kultur.
Das Museumsfestival startet am Freitag, 22.02. mit Schülerworkshop, Tombola und Geburtstagspost zu Erich Kästners 114. Geburtstag. Um 19.00 Uhr liest der Kästner affine Dresdner Thomas Rosenlöcher aus neuesten Texten und seinem aktuellen Gedichtband „Hirngefunkel“.
Am Samstag, 23.02. eröffnen wir zu Erich Kästners Geburtstag unsere neue Kabinettausstellung mit dem Titel „Erich Kästner – Ein Bürger Europas“. Es schließt sich ein literarisch-kabarettistischer Stadtspaziergang auf Kästners Spuren durch die Neustadt an.
Im Abendprogramm um 19.00 Uhr singt und spricht Regina Felber gemeinsam mit Anna Böhm Feinsinniges aus Kästners Feder.
Wir beschließen unser Festival am Sonntag, 24.02. mit einer Film-Matinée. Ab 10.00 Uhr zeigen wir die deutsch-spanische Co-Produktion „One Day in Europe“ aus dem Jahr 2005. Den Einführungsvortrag hält Ruairí O'Brien, Vorstandsvorsitzender, amtierender Präsident der Erich Kästner Gesellschaft und bekennender Europäer.
Festival Program:
22. Februar 2013
09 Uhr
Sprachworkshop für Schüler der 6./7. Klasse
10 Uhr
Büchermarathon, Tombola und Geburtstagspost für Erich Kästner
19 Uhr
Thomas Rosenlöcher liest aus "Hirngefunkel" sowie neueste Prosa,
Eintritt 4 €, erm. 2,50 €
23. Februar 2013
10 Uhr
Eröffnung der Kabinettausstellung "Erich Kästner – ein Bürger Europas"
11 Uhr
Literarisch-kabarettistischer Stadtspaziergang auf den Spuren Erich Kästners mit Theo Richtsteiger,
Teilnahmegebühr 8 €
19 Uhr
"Raus mit die Gefühle oder rin mit die Gefühle?
Kästner aus der Sicht der Dame" – gesungen und gesprochen von Regina Felber
mit Kompositionen von Anna Böhm.
Sollte es Ihnen das “Herz auf Taille” schnüren, dann kommen Sie vorbei. Öffnen Sie mit uns Erich
Kästners „Lyrische Hausapotheke“. Zwei Damen umsorgen Sie mit einem Löffel Gefühl, einer Spritze Voll Erotik, ein paar Pillen Zeitkritik und einer Packung Humor – genießen Sie eine
wohltuend-anregende Mixtur aus Unterhaltungsmusik und Gebrauchsgedicht.
Eintritt 8 € / erm. 6 €
24. Februar 2013
Sonntagsmatinée "One Day in Europe"
(DVD-Vorführung),
Eintritt frei
Monday, 20 February 2012
Museumsfestival feiert Erich Kästner
Freitag, 17. Februar 2012, 08:22 Uhr
Dresden (dpa/sn) - Das Erich Kästner Museum in Dresden feiert von heute an ein Museumsfestival zu Ehren des Dresdner Dichters. Bis zum 24. Februar stehen unter dem Motto «Gegensatz und Widerspruch» zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Workshops und Konzerte auf dem Programm. Auch ein literarischer Stadtspaziergang ist geplant. Eröffnet wird das Festival mit einem Vortrag über Kästners «Leipziger Lehrjahre». Zugleich trifft sich in diesen Tagen die Erich Kästner Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung in Dresden. Kästner wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren und lebte bis 1917 in seiner Heimatstadt.
Dresden (dpa/sn) - Das Erich Kästner Museum in Dresden feiert von heute an ein Museumsfestival zu Ehren des Dresdner Dichters. Bis zum 24. Februar stehen unter dem Motto «Gegensatz und Widerspruch» zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Workshops und Konzerte auf dem Programm. Auch ein literarischer Stadtspaziergang ist geplant. Eröffnet wird das Festival mit einem Vortrag über Kästners «Leipziger Lehrjahre». Zugleich trifft sich in diesen Tagen die Erich Kästner Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung in Dresden. Kästner wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren und lebte bis 1917 in seiner Heimatstadt.
Sunday, 12 February 2012
Dresdner Kästner-Festival thematisiert Zerstörung und Erinnerung

Dresdner Kästner-Festival thematisiert Zerstörung und Erinnerung
08.02.2012, 15:59 Uhr dapd
Das diesjährige Dresdner Erich Kästner Museumsfestival widmet sich der Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945 und der damit verbundenen Erinnerungskultur. Angesichts des für den Jahrestag angekündigten Neonazi-Aufmarsches sei es wichtig, das Gedenken "in Verbindung zum lebendigen Alltag in unserer Stadt zu setzen", sagte der Vorsitzende des Fördervereins des Dresdner Kästner-Museums, Ruairí O'Brien, am Mittwoch. Kästner wurde in Dresden geboren, und zwar am 23. Februar 1899.
Mehr zu Sachsen-Anhalt
Schon in den Vorjahren habe das Festival die Zerstörung Dresdens thematisiert, sagte O'Brien weiter. Nach den schrecklichen Taten der Zwickauer Terrorzelle sei aber besonders die Verantwortung des Vereins gefragt, eine "starke Linie" gegen die seiner Ansicht nach in Dresden verharmlosten Rechtsradikalen zu vertreten und das Thema offen zu diskutieren. Vom 17. bis 24. Februar werden im Kästner-Museum unter dem Motto "Gegensatz und Widerspruch" Vorträge, Diskussionsrunden und Filmabende angeboten.
Thematisiert wird den Angaben zufolge etwa die Erinnerung an Dresden vor 1945 bei Kästner und Kurt Vonnegut. Kästner hatte in seinem 1957 erschienenen Buch "Als ich ein kleiner Junge war" seine Kindheit in der für ihre prachtvolle Architektur bekannten Stadt geschildert. Der US-Amerikaner Vonnegut, der die Bombardierung als Kriegsgefangener erlebt hatte, habe das Vorkriegs-Dresden ganz ähnlich beschrieben, sagte O'Brien. Die Verfilmung von Vonneguts autobiografischem Roman "Schlachthof 5" wird am 22. Februar gezeigt.
Auch Vortrag und Filmabend zu den positiven und negativen Utopien von Kästner in "Der 35. Mai" und George Orwell in "1984" stehen auf dem Programm, wie es weiter hieß. Dort werde die Brücke zu den Demonstrationen am 13. Februar geschlagen, erklärte O'Brien. Das totalitäre Zukunftsideal der Neonazis ähnele der Dystopie Orwells.
Am 23. Februar wird den Angaben zufolge zudem eine Ausstellung zum Thema des Festivals eröffnet, die bis Anfang 2013 gezeigt werden soll. Zeitzeugenaussagen, Originaldokumente, Fotos und andere Exponate beschäftigen sich mit der Ambivalenz der Erinnerungskultur, aber auch mit den Widersprüchen in Kästners Person sowie die Zerstörung der Dresdner Kultur durch die Nazis schon vor 1945.
www.ekm-festival.com
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Schon in den Vorjahren habe das Festival die Zerstörung Dresdens thematisiert, sagte O'Brien weiter. Nach den schrecklichen Taten der Zwickauer Terrorzelle sei aber besonders die Verantwortung des Vereins gefragt, eine "starke Linie" gegen die seiner Ansicht nach in Dresden verharmlosten Rechtsradikalen zu vertreten und das Thema offen zu diskutieren. Vom 17. bis 24. Februar werden im Kästner-Museum unter dem Motto "Gegensatz und Widerspruch" Vorträge, Diskussionsrunden und Filmabende angeboten.
Thematisiert wird den Angaben zufolge etwa die Erinnerung an Dresden vor 1945 bei Kästner und Kurt Vonnegut. Kästner hatte in seinem 1957 erschienenen Buch "Als ich ein kleiner Junge war" seine Kindheit in der für ihre prachtvolle Architektur bekannten Stadt geschildert. Der US-Amerikaner Vonnegut, der die Bombardierung als Kriegsgefangener erlebt hatte, habe das Vorkriegs-Dresden ganz ähnlich beschrieben, sagte O'Brien. Die Verfilmung von Vonneguts autobiografischem Roman "Schlachthof 5" wird am 22. Februar gezeigt.
Auch Vortrag und Filmabend zu den positiven und negativen Utopien von Kästner in "Der 35. Mai" und George Orwell in "1984" stehen auf dem Programm, wie es weiter hieß. Dort werde die Brücke zu den Demonstrationen am 13. Februar geschlagen, erklärte O'Brien. Das totalitäre Zukunftsideal der Neonazis ähnele der Dystopie Orwells.
Am 23. Februar wird den Angaben zufolge zudem eine Ausstellung zum Thema des Festivals eröffnet, die bis Anfang 2013 gezeigt werden soll. Zeitzeugenaussagen, Originaldokumente, Fotos und andere Exponate beschäftigen sich mit der Ambivalenz der Erinnerungskultur, aber auch mit den Widersprüchen in Kästners Person sowie die Zerstörung der Dresdner Kultur durch die Nazis schon vor 1945.
www.ekm-festival.com
TEXT: dapd
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