Festivalwoche
Mo, 23.2. Geburtstag Erich Kästners
19 Uhr „Krieg dem Kriege“ – musikalisch-literarisches Programm. Die Cellistin
Juliane Gilbert und der Schauspieler Konrad Domann präsentieren
Texte von Kästner, Brecht, Ausländer, Hagelstange, Celan.
Eintritt 8 € / ermäßigt 6 €
Di, 24.2. 19 Uhr Vortrag Dr. Justus H. Ulbricht „Verlorene Heimat – 1945/2015. Vertreibung
und Flucht als Erfahrung und Erinnerung“.
Eintritt 6 € / ermäßigt 4 €
Mi, 25.2. 19 Uhr Jubiläumsvortrag des Architekten und Vereinsvorsitzenden Ruairí O’Brien
zu Konzept und Geschichte des Erich Kästner Museums anlässlich
dessen 15-jährigen Bestehens;
Einführung in die neue Kabinettausstellung.
Eintritt 6 € / ermäßigt 4 € inklusive Museumsbesuch
Do, 26.2. 19 Uhr Impulsvortrag und fachübergreifender Workshop zum Thema „Licht in
der Literatur“.
Ein Projekt von Ruairí O’Brien, Gründer der Mobile School of Lighting Design
(mobileschool-lightingdesign.com) zum UNESCO Year of Light.
Wir bitten um Voranmeldung in der Geschäftsstelle bis zum 20.2.2015.
Fr, 27.2. Festival-Special
19 Uhr Lesung und Gespräch mit Christoph Hein zu „Weiskerns Nachlass“ und
anderen Texten, Moderation Hans-Peter Lühr.
Eintritt 10 € / ermäßigt 6 €. Wir bitten um Voranmeldung bis 25.2.15.
Sa, 28.2. Inauguration des Erich Kästner Viertels
13–15 Uhr „Krimi mit Kästner oder Die Jagd nach dem verlorenen Manuskript“;
Konzept: Dirk Strobel. Nähere Informationen zu den Spielorten und
Teilnahmebedingungen ab 02.02. hier. (Erich Kästner Viertel)
Friday, 20 February 2015
Erich Kästner Museumsfestival 2015
Erich Kästner Museumsfestival 12. – 28. Februar 2015
„Aufbruch. Neue Räume – Neue Wege“
Das Grauen von Diktatur und Krieg prägten den ästhetischen Diskurs der Nachkriegszeit. Die Auseinandersetzung mit der Frage kollektiver und persönlicher Schuld ging Hand in Hand mit künstlerischen und politischen Aufbrüchen. Diese ambivalente Grundsituation prägte auch die Lebenswirklichkeit Erich Kästners während der Münchner Dekaden.
Museumsarbeit zu machen bedeutet, gesellschaftliche Entwicklungslinien und IST-Zustände im Spiegel der Kulturgeschichte zu betrachten, Verknüpfungen sichtbar zu machen und produktive Fragestellungen gestaltend in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit diesem Selbstverständnis schlägt das diesjährige Museumsfestival den Bogen von dem Wendepunktjahr 1945 bis hin zu der neu entbrannten Debatte über universelle Werte wie die Bereitschaft zu humanitärer Hilfe oder die uneingeschränkte Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit. Der zeitkritische Humanist Erich Kästner, nach 1945 aufgerieben zwischen Neuanfängen und Rückschlägen auf gesellschaftlicher wie persönlicher Ebene, steht Pate für das diesjährige Veranstaltungstableau. Vorträge, Kunstwerkbesichtigung, Konzert, Ausstellung, Lesungen und die Inauguration des Erich Kästner Viertels in Form eines Spiels im Stadtraum laden Interessierte dazu ein, sich der historischen und der gegenwärtigen Suche nach Aufbruch, Veränderung und Umdenken anzuschließen und mit uns den 15. Geburtstag des mobilen interaktiven micromuseum für Erich Kästner zu feiern.
Das Piktogramm der Räume des Museumsarchitekten Ruairí O’Brien, in dem konventionelle Raumstrukturen aufgelöst werden und Neues ergeben, steht ebenso sinnbildhaft wie konkret für die Suche der Institution Museum nach neuen Wegen und dem Wunsch, einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten.
Die Akteure
Konrad Domann, Jahrgang 1956, studierte Schauspiel an der
Juliane Gilbert wurde 1970 in Dresden geboren. Sie studierte an der
Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren.
Hans-Peter Lühr, geboren 1951 in Dresden, Publizist, verantwortlicher
Ruairí O'Brien studierte Architektur und Licht an Universitäten in
Dirk Strobel ist freischaffender Dramaturg, Regisseur und
Justus H. Ulbricht, * 1954, Dr. phil, Historiker und Germanist.
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