Dresden (dpa/sn) - Das Erich Kästner Museum in Dresden feiert von heute an ein Museumsfestival zu Ehren des Dresdner Dichters. Bis zum 24. Februar stehen unter dem Motto «Gegensatz und Widerspruch» zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Workshops und Konzerte auf dem Programm. Auch ein literarischer Stadtspaziergang ist geplant. Eröffnet wird das Festival mit einem Vortrag über Kästners «Leipziger Lehrjahre». Zugleich trifft sich in diesen Tagen die Erich Kästner Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung in Dresden. Kästner wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren und lebte bis 1917 in seiner Heimatstadt.
Monday, 20 February 2012
Museumsfestival feiert Erich Kästner
Dresden (dpa/sn) - Das Erich Kästner Museum in Dresden feiert von heute an ein Museumsfestival zu Ehren des Dresdner Dichters. Bis zum 24. Februar stehen unter dem Motto «Gegensatz und Widerspruch» zahlreiche Vorträge, Diskussionen, Workshops und Konzerte auf dem Programm. Auch ein literarischer Stadtspaziergang ist geplant. Eröffnet wird das Festival mit einem Vortrag über Kästners «Leipziger Lehrjahre». Zugleich trifft sich in diesen Tagen die Erich Kästner Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung in Dresden. Kästner wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren und lebte bis 1917 in seiner Heimatstadt.
Sunday, 12 February 2012
Dresdner Kästner-Festival thematisiert Zerstörung und Erinnerung

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Schon in den Vorjahren habe das Festival die Zerstörung Dresdens thematisiert, sagte O'Brien weiter. Nach den schrecklichen Taten der Zwickauer Terrorzelle sei aber besonders die Verantwortung des Vereins gefragt, eine "starke Linie" gegen die seiner Ansicht nach in Dresden verharmlosten Rechtsradikalen zu vertreten und das Thema offen zu diskutieren. Vom 17. bis 24. Februar werden im Kästner-Museum unter dem Motto "Gegensatz und Widerspruch" Vorträge, Diskussionsrunden und Filmabende angeboten.
Thematisiert wird den Angaben zufolge etwa die Erinnerung an Dresden vor 1945 bei Kästner und Kurt Vonnegut. Kästner hatte in seinem 1957 erschienenen Buch "Als ich ein kleiner Junge war" seine Kindheit in der für ihre prachtvolle Architektur bekannten Stadt geschildert. Der US-Amerikaner Vonnegut, der die Bombardierung als Kriegsgefangener erlebt hatte, habe das Vorkriegs-Dresden ganz ähnlich beschrieben, sagte O'Brien. Die Verfilmung von Vonneguts autobiografischem Roman "Schlachthof 5" wird am 22. Februar gezeigt.
Auch Vortrag und Filmabend zu den positiven und negativen Utopien von Kästner in "Der 35. Mai" und George Orwell in "1984" stehen auf dem Programm, wie es weiter hieß. Dort werde die Brücke zu den Demonstrationen am 13. Februar geschlagen, erklärte O'Brien. Das totalitäre Zukunftsideal der Neonazis ähnele der Dystopie Orwells.
Am 23. Februar wird den Angaben zufolge zudem eine Ausstellung zum Thema des Festivals eröffnet, die bis Anfang 2013 gezeigt werden soll. Zeitzeugenaussagen, Originaldokumente, Fotos und andere Exponate beschäftigen sich mit der Ambivalenz der Erinnerungskultur, aber auch mit den Widersprüchen in Kästners Person sowie die Zerstörung der Dresdner Kultur durch die Nazis schon vor 1945.
www.ekm-festival.com
Friday, 6 January 2012
Erich Kästner - "Gegensatz und Widerspruch" - Museum Festival 2012

Erich Kästner Museumsfestival 2012 „Gegensatz und Widerspruch“
mit Jahrestagung der Erich Kästner Gesellschaft
Ein Museum ist heute ein lebendiger Ort – neben seinen zentralen Aufgaben, zu sammeln und zu bewahren, offeriert es eine Begegnungsplattform für heterogene Generationen und spricht Menschen mit unterschiedlichster Bildung an. Es ist ein Ort, an dem sich Wissenschaft mit Pädagogik und Bildung mit Unterhaltung verbinden. Ein edutainment centre. Zudem ist das Museum eine Non-Profit-Organisation, die dennoch einen hohen kulturellen und gesellschaftlichen Gewinn erzielt, ein Stück Gedächtnis unserer Kultur lebendig und sichtbar hält. Ohne Museen wäre unsere Gesellschaft arm dran. Heute müssen sich Museen im Blickpunkt der Öffentlichkeit bewegen und sich zunehmend innerhalb unserer Leistungsgesellschaft behaupten. Sie stehen im Wettbewerb um Besucher und in Konkurrenz mit anderen musealen Einrichtungen. Das Museum muss Menschen heute bei ihren Bedürfnissen „abholen“, denn Informationen sind für jeden vergleichsweise leicht zugänglich geworden. Man muss nicht mehr zwingend physische Entfernungen überwinden, um kulturell bedeutsame Schätze anschauen zu können oder um historische oder literarische Kontexte zu sichten. Jedermann ist heute in der Lage, benötigte Informationen per Computer aus dem Internet oder über das eigene Smartphone herunterzuladen. Das Museum hat nicht mehr das Privileg, ein „Elfenbeinturm“ zu sein, sondern muss Menschen erreichen, Inhalte entsprechend lebensnah aufbereiten, ohne die erforderliche Qualität und Seriosität der Informationen zu vernachlässigen.
Unser Museum kann und will die Person und das Werk Erich Kästners im kollektiven Gedächtnis lebendig halten und vielen Menschen zugänglich machen. Dabei bleiben wir am Puls der Zeit, so wie es auch Kästner seinerzeit getan hat. Ein Museum, das - wie Erich Kästners Gebrauchslyrik - für jedermann im Alltag nutzbar, zeitlos und vielschichtig sein kann.
Aufgrund der hohen Besuchernachfrage haben wir daher 2011 unsere Öffnungszeiten erweitert und im 1.OG ein Lesecafé mit Museumsshop eröffnet. Für unsere zahlreichen Begleitveranstaltungen – Lesungen, Workshops, Vorträge, musikalisch-literarische Abende, Filmvorführungen und Gastausstellungen - bietet das neue Geschoss flexiblen Platz für bis zu 100 Gäste. Das Literaturhaus Villa Augustin wächst weiter.
Im Veranstaltungsbetrieb des Museums ist das um den Geburtstag unseres Namensgebers stattfindende Erich Kästner Museumsfestival immer ein besonderer Höhepunkt. In diesem Jahr freuen wir uns besonders, zum Festival die Erich Kästner Gesellschaft bei uns in Dresden zu Gast zu haben. Das ist nicht nur schön für Kästners Heimatstadt, sondern auch für unser Haus, das gern den persönlichen Kontakt zu den Mitgliedern der traditionsreichen Literaturgesellschaft wie auch zu seinen eigenen Mitgliedern im Förderverein pflegen möchte.
Unser Museum begnügt sich nicht mit seinem Sammlungsbestand: es hat Mitglieder im Förderverein, die wissenschaftlich zu Kästner arbeiten und zum Anwachsen der Rezeptionssammlung beitragen können. Das ist auch unsere Zukunft. Gemeinsam können wir viel erreichen: wie Kästners Emil und seine Freunde – gemeinsam sind wir stark! Wir können eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs sein!
Das Museum ist eine Ausstellungsplattform, ein multimediales Portal zu Informatio-nen über Kästners Werk und Leben, es kann ein globales Schaufenster für jeden Wissenschaftler sein, der sich mit Kästner beschäftigt; ein Labor für Pädagogen und Didaktiker – und natürlich ein „Zuhause“ für jeden Kästner-Fan, ob alt oder jung, ob Kästner-Amateur oder Profi. Auch deswegen heißt unser Museum das interaktive mobile micromuseum®. Wir gehen auf Menschen zu.
Jedes Erich Kästner Museumsfestival hat ein Leitthema, das wir Kästner zum Geschenk machen. Der jeweilige Schwerpunkt wird durch eines der Piktogramme vorgegeben, die das micromuseum® für Erich Kästner pointiert beschreiben und die Philosophie des Museums präsentieren. In diesem Jahr heißt unser Thema: „Gegensatz und Widerspruch“, das dazu gehörende Piktogramm „Orangen und Zitronen“ fußt auf dem bekannten englischen Kinderreim „Oranges and Lemons“ aus dem 18. Jahrhundert. Nachstehend die Kurzfassung:
"Oranges and lemons", say the bells of St.Clement's"You owe me five farthings", say the bells of St. Martin's"When will you pay me?" say the bells of Old Bailey"When I grow rich", say the bells of Shoreditch"When will that be?" say the bells of Stepney"I do not know", says the great bell of BowHere comes a candle to light you to bedAnd here comes a chopper to chop off your head!Chip chop chip chop – The last man's dead.
Erich Kästner – ein Autor mit Gegensätzen und Widersprüchen. Süß und sauer? Verlockung und Gefahr? Tradition und Auflehnung. Das Nebeneinander gegensätzlicher Empfindungen und Haltungen ist wichtig für das Leben. Ein ständiges Austarieren von Kraft und Gegenkraft statt einseitiger Polarisierung. Was aber, wenn die innere Stabilität kippt? Wenn die Schutzhülle sich auflöst?
Für mich ist Kästner vor allem deshalb inspirierend, weil sein Werk nicht nur vergangene Gegenwart beschreibt, sondern ein Leser daraus auch Vieles für die Zukunft lernen oder nutzen kann, um seine Welt zu einem besseren Ort zu machen. Darin liegt aus meiner Sicht eine große Stärke in Kästners Werk: an Werte zu erinnern, die leicht und häufig in Vergessenheit geraten.
Kästners Texte sind im modernen Alltag gut verwendbar, denn er hat es verstanden, komplexe Themen in einfachen Botschaften zu vermitteln. Auch wenn unser Alltag heute anders aussieht als zu Kästners Lebzeiten: viele Probleme, Sorgen und Gefühle sind die gleichen geblieben. Kästner wollte Menschen erreichen und bewegte sich in seiner Arbeit auf der Höhe der Zeit, offen für neue Leitmedien und Genres, die er verwendet hat, um Menschen dafür zu gewinnen, dass sie nachdenklich werden. Dass er das sehr gut beherrschte, sieht man unter anderem daran, dass seine Romane noch heute Erfolgsgaranten für neue Verfilmungen, Buchauflagen und Interpretationen sind – sein Werk ist zeitlos, international bekannt und beliebt. Einige seiner Epigramme sind sogar zu „geflügelten Worten“ geworden! Und Erich Kästner hat ein modernes Museum bekommen, das zu seiner Komplexität passt.
Erich Kästner – ein Werk, ein Mensch der Gegensätze und Widersprüche
Da ist der Kinderbuchautor, der selbst schwer an der eigenen Kindheit zu tragen hatte. Da sind seine von ambivalenten Gefühlen geprägten, viel interpretierten Beziehungen zu Frauen und zu seiner Mutter. Da gibt es den Star-Autor und es gibt den im Verborgenen schreibenden Autor, der sich unter anderem Berthold Bürger nannte. Da sind die moralischen Prinzipien des Menschen und Schriftstellers Erich Kästner und es gibt den Autor, der (inoffiziell) in Goebbels Auftrag gearbeitet hat. Einen Kästner, der im Dritten Reich bleibt, weil er Zeuge sein möchte... Die Zeugnisse bleiben aus. Da ist ein Kästner, der als Autor mit seinen Romanen weltweit Kinder in den Bann zieht, ihnen zuhört, sie motiviert, Probleme selbst in die Hand zu nehmen, der sie ernst nimmt – und der selbst aber sehr „erwachsen“ lebte.
Dresden – eine Stadt der Gegensätze und Widersprüche
Vor jedem Festival zum Geburtstag Erich Kästners im Februar haben wir hier in Dresden noch einen anderen Jahrestag, der großen Einfluss auf die Stadt und ihre Bewohner ausübt: am 13. Februar jährt sich der Tag der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg. Kästners Beschreibung der Zerstörung einer der schönsten Städte Deutschlands ist bekannt. Im 4. Kapitel seines autobiographischen Romans „Als ich ein kleiner Junge war“ schreibt er:
„Ja, Dresden war eine wunderbare Stadt. Ihr könnt es mir glauben. Und ihr müsst es mir glauben! Keiner von euch, und wenn sein Vater noch so reich wäre, kann mit der Eisenbahn hinfahren, um nachzusehen, ob ich Recht habe. Denn die Stadt Dresden gibt es nicht mehr. Sie ist, bis auf einige Reste, vom Erdboden verschwunden. Der Zweite Weltkrieg hat sie, in einer einzigen Nacht und mit einer einzigen Handbewegung, weggewischt. Jahrhunderte hatten ihre unvergleichliche Schönheit geschaffen. Ein paar Stunden genügten, um sie vom Erdboden fortzuhexen. Das geschah am 13. Februar 1945.“
An eben diesem Tag ist es heute nicht möglich, zwanglos in der Stadt spazieren zu gehen wegen der geduldeten Präsenz der Rechtsradikalen, die in der Öffentlichkeit verharmlost werden. Dresden, eine weltoffene Stadt, schließt an diesem Tag für die Außenwelt und die eigenen Bewohner. Gegensatz und Widerspruch.
Geburtstage machen (erwachsene) Menschen meist nachdenklich. Wie hat wohl Kästner den Februar seinerzeit erlebt? Für den kleinen Jungen im damaligen schönen Dresden war der Anfang des Jahres sicherlich eine Zeit voller Erwartungen; Weihnachten lag noch in der Luft und der Geburtstag rückte heran. Später war der Jahresbeginn, insbesondere der Februar, vielleicht voller widersprüchlicher Erinnerungen für Kästner. In den Dreißigern muss er schon geahnt haben, dass sich die politische Stimmung in Deutschland auf ein Bücherverbrennungsklima zubewegt. Das Februar-Gedicht in „Die 13 Monate“ beginnt folgendermaßen „Nordwind bläst. Und Südwind weht. Und es schneit. Und taut. Und schneit. Und indes die Zeit vergeht, bleibt ja doch nur eins: die Zeit.“ Und dann, am 13. Februar 1945, kurz vor seinem 46. Geburtstag, wird Kästners Heimatstadt zerstört. Dazwischen passierte viel, Kästner ging ins innere Exil, arbeitete unter Pseudonymen. Zeuge zu sein, ein Daheimgebliebener, von Goebbels beauftragt, für Münchhausen ein Drehbuch zu schreiben. „Die Zeit ist kaputt, Christian“, lässt Kästner seinen Lügenbaron sagen – eine Art Vorspiel zur Zerstörung seiner Heimatstadt Dresden. Süß und sauer lagen nahe bei einander: Gegensatz und Widerspruch.
Neue Perspektiven – Gegensatz und Widerspruch
Als Museum, und besonders als eines der neuen Generation, sind wir neben den Aufgaben des Sammelns und des Bewahrens auch der Aufklärung verpflichtet. Interdisziplinär und Projekt bezogen arbeitet das „museum of tomorrow“. Eine permanente Auseinandersetzung mit dem Stoff, den wir ausstellen, ist gefragt. Unser Museum ist eine Hommage an den großen Autor Erich Kästner - wir lassen ihn nicht in Ruhe! Ständig suchen wir weiter, um Kästner aus anderen Blickwinkeln und Sichtweisen zu betrachten, Denkimpulse für die Forschung zu geben, neue Sichtmöglichkeiten anzustoßen. Eine interessante Querverbindung findet sich beispielsweise zu Kurt Vonnegut, der in seinem Dresden-Roman „Slaughterhouse 5“ von der Vergänglichkeit, der Fragilität und dem Größenwahn der Menschheit spricht, symbolisch eingefangen in der Zerstörung eines Stadt und ihrer Porzellangegenstände. Kästner schreibt in seinem 1946 für die Schaubude verfassten „Spielzeuglied“ über das Kind, das sein Spielzeug kaputt macht, „Der Knabe haut und boxt und schlägt begeistert darauf ein. Und wenn's auch sehr viel Mühe macht, am Ende, am Ende, am Ende kriegt er's klein.„ Beide Autoren sprechen das gleiche Thema an: Zerstörtes kann nicht repariert werden. Es lässt sich nicht mehr nahtlos zusammenfügen. Dresden wurde zerstört. Kann man Dresden wieder aufbauen? Wann fing die Zerstörung an? Mit der Bücherverbrennung? Die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen. Jede Handlung hat Konsequenzen und lässt sich nicht ungeschehen machen. „Und aus welchem Stoff sind wir?“ fragt Kästner in seinem Gedicht Februar. Tolerant, weltoffen?
Im 35.Mai schafft Erich Kästner für Kinder eine Vision von Morgen: Science Fiction –aber das Gegenbild ist immer sehr nah, da müssen wir aufpassen…
Weil wir Erich Kästner zu jedem Geburtstag ein Geschenk machen möchten, auch in Form einer Hommage anderer Autoren an ihn, gibt es 2012 im Sinne des kritischen Kästnerschen Blicks eine Betrachtung literarischer und realer Dystopien. Die Anti-Utopien George Orwells in 1984 und Kurt Vonneguts in Slaughterhouse Five werden im Rahmen des Museumsfestivals verknüpft mit einem ganz aktuellen Thema: durch die „Zwickauer Zelle“ wurde einmal mehr klar, dass dieser 13. Februar symbolisch ein Tag für ein tolerantes Denken werden muss und sein kann! Mit der Überzeugung, einen Beitrag zu Kästners unvollendeter Zeitzeugenschaft zu leisten, setzt sich sein Museum in Dresden für Toleranz und Vielfalt und gegen die Angst vor „Fremden“, vor anders Aussehenden, anders Denkenden, anders Sprechenden ein. Denn das Gegenbild, das Resultat von Wegsehen wäre sonst womöglich Orwells 1984. Also, gemeinsam statt einsam ! Museum und Gesellschaft zusammen.
Ich wünsche Ihnen / Euch und uns allen eine angenehme Zeit in Dresden mit spannenden Gesprächen und konstruktivem Austausch.
Ruairí O‘Brien
Vorstandsvorsitzender
Thursday, 15 December 2011
Erich Kästner Museum Festival 2012 Gegensatz und Widerspruch
Erich Kästner Museumsfestival 2012
in Kombination mit Jahrestagung Erich Kästner Gesellschaft

Antonstraße 1, 01097 Dresden
Freitag, 17.-24. Februar 2012
Programm
Ort: Erich Kästner Museum / Literaturhaus Villa Augustin
Freitag, 17.02.
17.00 h Vortrag Patricia Brons, "Leipziger Lehrjahre. Erich Kästners Kleine Versfabrik"
17.30 h Vortrag Peter Weiler "Erich Kästner in Kleinformat. Wie weit läßt sich ein Vortrag über Leben und Werk minimieren?"
18.00 h Diskussion zu beiden Vorträgen
Samstag, 18.02.
09.00 h Besichtigung Erich Kästner Museum Mobil
17.00 h Vortrag Matthias Nicolai "George Grosz und Erich Kästner"
20.00 h "Jagdgründe der Kindheit", literarisch-musikalischer Abend mit Jens Sparschuh und Frank Fröhlich
Sonntag, 19.02.
11.00 h literarischer Stadtspaziergang mit Kabarettist Theo Richtsteiger
19.00 h Podiumsdiskussion mit Johan Zonneveld zu seiner "Bibliographie Erich Kästner"
Mittwoch, 22.02.
19.00 h Vortrag Ruairi O'Brien, "Erich Kästner - Kurt Vonnegut - 13. Februar in Dresden – die Stadt davor und danach"
20.30 h Filmabend I: Slaughterhouse-Five, 1972
(Roman v. Kurt Vonnegut "Schlachthof 5")
Donnerstag, 23.2.
Erich Kästners 113. Geburtstag "Gegensatz und Widerspruch" – Kabinettausstellung in Lotte und Luise
19.00 h "...und reisen quer durch die Zeit", eine poetisch-musikalische Hommage an Erich Kästner von Günter Gall
Freitag, 24.2.
15.00 h Kinderworkshop von Ruairí O'Brien, "Stadt Utopia – Visionen zum 35. Mai -Erich Kästner"
20.30 h Filmabend II: "1984" (Roman von George Orwell) Stadt Dystopia - Oranges and Lemons mit einer Einleitung von Ruairí O'Brien
Programmänderungen vorbehalten! Um Voranmeldung wird gebeten!
Karten, Programminformationen und Vorbestellungen ab 01.02.12 in der Geschäftsstelle:
Erich Kästner Museum, Antonstraße 1, 01097 Dresden,
Tel. 0351-804 5086,E-mail: info@erich-kaestner-museum.de
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
http://www.erich-kaestner-museum.de/
http://www.ekm-festival.blogspot.com/
Friday, 11 February 2011
Erich Kästner Museum Festival 2011 - "Schatzkiste"

„Schatzkiste"
Rund um den Geburtstag Erich Kästners öffnet das Museum diverse Schatzkisten:
Im Rahmen des Museumsfestivals wird jedes Jahr eines der 15 Piktogramme, mit denen der Künstler und Architekt Ruairí O‘Brien das Konzept seines micromuseum® bildhaft dargestellt hat, thematisch fokussiert: 2011 ist es die „Schatzkiste".
Wir freuen uns auf Ihr / Euer Kommen!
Friday, 8 January 2010
Erich Kästner Museumfestival 2010 - "GENERATIONEN"

Erich Kästner Museumsfestival
GENERATIONEN
19. bis 23. Februar 2010
Diskussionen um Generationenbeziehungen haben im Zuge demografischer Veränderungen Hochkonjunktur. Die Neuordnung der Bevölkerungsstruktur in und außerhalb Deutschlands verändert nicht nur das Gesicht unserer Gesellschaft, sondern vor allem das Zusammenleben von Jung und Alt. Intergenerationelle Kommunikation steht zugleich in engem Zusammenhang mit der Entwicklung und Pflege eines humanistischen, ökologischen Bewusstseins für Vielfalt und Nachhaltigkeit. Der verantwortliche Umgang mit unseren Ressourcen und unserer Lebenswelt, der Austausch über Altersgrenzen hinweg stehen im Geiste Erich Kästners und bilden einen wesentlichen sozial-ökologischen Kerngedanken unseres micromuseum®, dargestellt in dem Museumspiktogramm GENERATIONEN.
13 abwechslungsreiche Veranstaltungen widmen sich gegenwärtigen Aspekten des Generationenthemas und nehmen dabei Erich Kästners literarisches und gesellschaftspolitisches Wirken in den Blick.
Eine Sonderausstellung beleuchtet Kästners Utopie des Kindlichen, seine publizistische Arbeit für Kinder sowie die Veränderungen der Sicht auf Kindheit/Jugend und das Verhältnis der Generationen in Gesellschaft und Literatur seit Anfang des 20. Jahrhunderts; eine prominente Künstlerfamilie findet sich zu Lesung und Gespräch im Museum ein, der beste Kästner-Rap Sachsens wird prämiert, die Leipziger Jugendjury zum Deutschen Jugendbuchpreis stellt ihre Arbeit und einen populären Lesebühnenautor vor, die e.o.plauen Gesellschaft gibt Einblicke in die neue „Vater und Sohn“-Exposition, Schulkinder werden zu einem Comicstrip-Workshop eingeladen, der Kinderclub Pinguin Pen unterhält die U10-Generation, das Erich Kästner MuseumsMobil nimmt Fahrt auf, eine soeben mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnete Schriftstellerin stellt ihre in Papierobjekte und Text gefassten Kindheitsszenarien deutscher Dichter vor und schließlich feiern wir mit dem neuen Chansonprogramm „Ein Mann gibt Auskunft“ den 111. Geburtstag Erich Kästners.
Informationen und Karten unter Tel. 0351-8045086
www.literaturweltdresden.de
"GENERATIONEN"
Freitag, 19.2. Erich Kästner Museum Dresden
Samstag, 20.2. Erich Kästner Museum Dresden
„Vater und Sohn“ in Anlehnung an e.o.plauen
Künstlerische Leitung: Ruairí O'Brien
Altersgruppe 4. Klasse
Sonntag, 21.2. Erich Kästner Museum Dresden
19 h Vortrag D.M. Müller, Städtische Galerie e.o.plauenzur neuen Ausstellung
Montag, 22.2. Erich Kästner Museum Dresden
Dienstag, 23.2. Erich Kästner Museum Dresden
Epilog April 2010
mit Kurt Drawert und Sohn Tilman Döring
Moderation: Michael G. Fritz
Wednesday, 21 January 2009
EKM FESTIVAL 2009 "MOBILITÄT
Mobilität in unserer Gesellschaft- gesellschaftlich und körperlich, Mobilität im Gehirn- Flexibilität und Kreativität, Mobilität in dem Individuum- Toleranz und Weltoffenheit, Mobilität in den Werken von Erich Kästner- multimedial, zeitlos, universal und interkulturell, Mobilität im Leben- in der Arbeit und im Spiel.
Unser micromuseum®, das besonders für Erich Kästner kreiert wurde, wird dieses Jahr sein 10. Jubiläum feiern. Erich Kästner selbst wäre 110 Jahre alt geworden. Unser Museum ist im Laufe der letzten 10 Jahren von einfachen Zeichnungen zu einem echten Museum gewachsen, das auch Mitglied des Deutschen Museumsbundes ist. Es war zwar harte Arbeit dies zu erreichen, aber wir freuen uns umso mehr, dass wir alles geschafft haben. Natürlich wäre der große Erfolg dieses ambitiösen Projektes ohne die Unterstützung der Besucher und Spender nicht möglich gewesen.
Deshalb bedanke ich mich im Namen des Fördervereins für das Erich Kästner Museum ganz herzlich bei allen Großen und Kleinen, Jungen und Alten, die uns im Laufe der Entwicklung des Museums ihre Zeit und ihr Geld gespendet haben!
Vor fünf Jahren haben wir ein Erich Kästner Museumsfestival gegründet, um im Februar unseren und Kästners Geburtstag zu feiern. Die Themen unseres Festivals stammen von den Piktogrammen ab, die ich 1998 gezeichnet habe, um meine Museumsphilosophie darzustellen. Es gibt insgesamt 15 Piktogramme - alle Fragmente, Mikroteile eines Makrokosmos. Im Jahr 2004 haben wir mit „Monolith“ angefangen, und „Zeitmaschine“ folgte 2005. „Das trojanische Pferd“ war 2006 dran „Bausteine“ im folgenden Jahr. Letztes Jahr war das Thema „Globalität“, und in Anerkennung des wichtigen 10. Geburtstages haben wir für Jahr 2009 „Mobilität“ ausgewählt.
„Mobilität“ symbolisiert die Freiheit und Selbständigkeit des Denkens und unseres Museums.
Das mobile interaktive micromuseum® ist 10 Jahre alt!
